Neubau eines Hochsicherheitslabors (S3/BSL3) für das Fraunhofer ITMP-IIP in Penzberg.
Scherr+Klimke ist beim Neubau des dreigeschossigen Forschungsgebäudes für das Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (ITMP), Außenstelle Immunologie, Infektions- und Pandemieforschung (ITMP-IIP) am Standort Penzberg für die Generalplanung verantwortlich.
08.07.2026 – Fraunhofer ITMP-IIP – Neubau Hochsicherheitslabor.
Das Gebäude wird als Hochsicherheitslabor der Sicherheitsstufe 3 (S3/BSL3) konzipiert und entspricht den höchsten nationalen und europäischen Sicherheitsstandards, insbesondere den Vorgaben der Biostoffverordnung (BioStoffV), des Gentechnikgesetzes (GenTG) sowie der TRBA 100.
Das Vorhaben umfasst die Errichtung einer technisch autarken Forschungseinheit mit:
Das Gebäude entsteht direkt neben dem bereits im Bau befindlichen Hauptgebäude mit S2-Laboren. Die räumliche Nähe ermöglicht kurze Wege und eine effiziente Anbindung an die bestehenden Forschungsbereiche. Eine geschlossene, witterungsgeschützte Brücke im 1. Obergeschoss verbindet die beiden Gebäude, während die Medienversorgung (Strom, Wasser) teilweise über das Hauptgebäude erfolgt.
Die S3-Labore sind für bis zu 10 Mitarbeitende ausgelegt, deren Hauptarbeitsplätze im Hauptgebäude liegen. Hier werden Zellkulturarbeiten mit Viren und Bakterien sowie molekularbiologische Untersuchungen durchgeführt – alles unter den strengen Auflagen der Sicherheitsstufe 3.
Zurück zur ÜbersichtDas neue Pandemie-Forschungszentrum ist ein zentraler Baustein des Fraunhofer ITMP, das bereits Standorte in Frankfurt, Hamburg, Göttingen und Berlin betreibt. In Penzberg entsteht das Zentrum in Kooperation mit der medizinischen Fakultät der LMU München und Roche.
Ziel ist die Erforschung von:
Die BSL3-Labore ermöglichen die direkte Arbeit an Krankheitserregern – ein entscheidender Faktor, da Modellorganismen oft nicht ausreichen, um Übertragbarkeit und Wirkung auf den Menschen vollständig zu verstehen. Ausgestattet mit modernster Technologie wie Massenspektrometern und Durchflusszytometern, beschleunigt die Infrastruktur die Entwicklung von Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffen.
Presse: Pandemieforschung: EU fördert Hochsicherheitslabore in Penzberg mit 8 Millionen Euro
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